Der Studienkreis

Der Studienkreis „Geschichte der Sprachwissenschaft“ (SGdS) ist ein internationales Forum, das sich der Erforschung und Diskussion der Sprachwissenschaftsgeschichte widmet. Gegründet 1989 in Münster, entstand der SGdS aus dem Wunsch heraus, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den bestehenden nationalen und internationalen Gesellschaften auf diesem Gebiet zu fördern und zu vernetzen. Seitdem organisiert der Studienkreis regelmäßig internationale Kolloquien und thematische Tagungen, auf denen aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt werden. Als Organ des SGdS erscheint zudem die Zeitschrift Beiträge zur Geschichte der Sprachwissenschaft sowie ein elektronischer Rundbrief, die als zentrale Plattformen für Informationen und Diskussionen dienen. Ohne Vereinsstatus und Mitgliedsbeiträge versteht sich der SGdS als offenes, global vernetztes Forum für alle, die sich für die Historiographie der Linguistik interessieren.

Eine kurze Geschichte des SGdS

Die Idee, einen “Studienkreis ‘Geschichte der Sprachwissenschaft’” zu gründen, entstand anläßlich eines informellen Gesprächs zwischen Klaus D. Dutz (Münster/BRD) und Mitgliedern des “Werkverband ‘Geschiedenis van de Taalkunde’” der Niederlande im Rahmen der Fourth International Conference on the History of the Language Sciences, die im August 1987 in Trier (BRD) stattfand. Daraus resultierte ein erstes Kolloquium im Juni 1988 in Münster, an dem niederländische und deutsche Sprachwissenschaftler teilnahmen und bei diesem Anlaß das Konzept eines länderübergreifenden, aber in Deutschland beheimateten Studienkreises erarbeiteten, um den wissenschaftlichen Austausch auf dem Gebiet der Sprachwissenschaftsgeschichtsschreibung auch von Deutschland aus mit den anderen, damals bestehenden oder später gegründeten, ‘nationalen’ Gesellschaften in England, Frankreich, Italien, Georgien, den Niederlanden, Spanien und den U.S.A. intensivieren zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland keine mit den anderen Gesellschaften vergleichbare Institution.

Im Januar 1989 erfolgte die offizielle Gründung des SGdS. Zielsetzung ist die Förderung des Informationsaustausches zwischen einzelnen Wissenschaftlern und Gesellschaften wie auch Universitätsinstituten auf dem Gebiet der Historiographie der Linguistik.
Zu diesem Zweck veranstaltet der SGdS in unregelmäßigen Abständen – aber mindestens einmal im Jahr – ein ‘Internationales Kolloquium’, auf dem Forscher auf dem Gebiet der Sprachwissenschaftsgeschichte ihre neuen Forschungsergebnisse vortragen und diskutieren. Daneben treten zwischenzeitlich auch spezielle thematische Tagungen.
Zum Zwecke des Informationsaustausches wurde 1989-1999 ein zweimal jährlich erscheinender Rundbrief des SGdS (ISSN 0938-0361; Münster: Nodus Publikationen) herausgegeben, der ab dem Heft XIX/1998 parallel auch im Internet zugänglich war; mit der Ausgabe XXII/1999 erscheint der Rundbrief nur noch in elektronischer Form, die sukzessive – möglichst einmal monatlich – aktualisiert wurde. Von 1990 bis 2006 war der SGdS aktives Mitglied in der “International Conference on the History of the Language Sciences”. Von Oktober 2000 bis 2006 kooperierte der SGdS mit dem chinesischen Arbeitskreis zur Historiographie der Linguistik (s.u.; Eine kleine Chronik).

Bis zu ihrem Tode im Jahre 2006 (Editorial 35/2006) wurde die Koordination des SGdS und dessen Veranstaltungen von Klaus D. Dutz (Münster/BRD) und Peter Schmitter (Münster/BRD & Seoul/Südkorea) wahrgenommen. Ständiger Sekretär des SGdS war Klaus D. Dutz; er betreute ebenfalls den Rundbrief. Im Anschluss an diese Ereignisse (vgl. auch unten, 2006) übernahm Angelika Rüter (Münster/BRD) die zentrale Koordination des SGdS sowie die Betreuung des Rundbriefs.

Interessenten an einer Mitgliedschaft – auch diejenigen aus interdisziplinär verwandten Forschungsgebieten – sind herzlich eingeladen, sich mit einer Anfrage an die Redaktion zu wenden.

Alte, ledergebundene Bücher auf Bücherregalen in einer Bibliothek oder Buchhandlung.

Eine kleine Chronik